Innenstadtprozess Stadthagen

Workshop 5 - Smart City

18.11.2021, Bernhards am Markt

Impuls: Jens-Peter Seick & Lokalportal

Moderation: Gunnar Spellmeyer

 

Jens-Peter Seick (Fraunhofer Institut Lemgo)

  • Sensorik zur Datenaufnahme in Verbindung mit dem Thema „Smart City“ als Schnittstelle zur Digitalisierung
  • Lemgo als Beispiel “Smart City”
  • In kleinen Städten kann sehr viel schneller zu Entscheidungen gefunden werden
  • Verschiedene Akteure einer Stadt müssen zusammenarbeiten (Forschung, Dienstleistung, Wirtschaft, BürgerInnen, Stadtverwaltung, …) 
  • Es müssen „zur richtigen Zeit die richtigen Parteien an einen Tisch gebracht“ werden 
  • Einteilung in 4 verschiedene Handlungsfelder 
    • Innenstadt: Aussterben der Innenstadt, Erschwerte Erhaltung der Häuser, Leerstände 
    • Infrastruktur: in allen Bereichen einer Stadt, digital neu gedacht, Smart Lightning  
    • Mobilität: ÖPNV, Parken, Verkehr 
    • Umwelt und Nachhaltigkeit: Fossile Brennstoffe und CO2 reduzieren, Messbarkeit verschiedener Indikatorenausprägungen  
  • Teilhabe und Digitalkompetenz: Menschen mit verschiedensten Ausgangspunkten und Bedürfnissen müssen berücksichtigt werden 
  • Probleme müssen erkannt und Lösungsansätze müssen entwickelt werden 
  • Fehlende Kompetenzen und Ressourcen von Kleinstädten erfordern kreative Lösungen 

Lokalportal

  • Wie kann ich Teilhabe am lokalen Leben fördern? 
  • Digitale Kommunikationsplattform als Lösung  
  • 3 Grundsätze: Ich brauche Information, niedrigschwellige (!) Kommunikation und Partizipation 
  • Akzeptanz für Entscheidungen ist höher, wenn ich in den Entscheidungsprozess eingebunden war 
  • Wahrung der Datenhoheit über die eigenen Daten trotz Digitalisierung 
  • Lokale Kommunikation/Information als zentraler Faktor für lokale Teilhabe 
  • Alle lokalen Akteure werden auf einer digitalen Plattform zusammengebracht  
  • Projekte im Bereich „Citizen Science“, an die VHS angegliedert 

Wann kann ein Smart City-Projekt als abgeschlossen angesehen werden? 

    • Smart City-Entwicklungen sind riesige Prozesse der Digitalisierung, die sich immer und immer weiterentwickeln  
    • Smart City- Leitlinie als Rahmen für diesen sehr offenen Prozess 

Warum unbedingt das Wording „Smart City“ und die Spezifikationsabsicht in diese Richtung?  

      • Intelligente Stadt als Ziel 
      • Digitalisierung eventuell eher der Ansatz der in diesem Workshop weiter bringt

In welchen Themengebieten kann Digitalisierung hilfreich sein? 

    • Immer dann, wenn man mit Daten eine Ist-Situation aufnehmen kann und digitale Lösungsansätze gefunden werden können, die digital durchgesetzt werden können 
    • Digitalisierung nur als Mittel zum Zweck, nicht als Ziel 
  • Verwaltung ist ein wichtiger Faktor in der Digitalisierung einer Stadt 
  • Viele Probleme sind infrastruktureller Art  
  • Digitalisierung braucht Finanzierung! 
  • Der ländliche Raum fühlt sich durch eine Konzentration auf Ballungszentren immer weiter (digital) abgehängt und wenig bis gar nicht berücksichtigt in der Kommunikation der Region 
    • Liegt es an digitaler Inkompetenz, an fehlender Koordination oder etwas anderen? 
    • Führt digitale Kommunikation untereinander eventuell zu einem wieder wachsenden Zusammengehörigkeitsgefühl? 
    • Fühlen sich junge, digital kompetente Menschen momentan nicht berücksichtigt, was zu Abwanderung führen könnte? – Könnte Digitalisierung dabei helfen, junge Menschen in ländlichen Regionen zu binden?  

Was passiert durch die abnehmende Relevanz der lokalen Presse für die Menschen mit der Kommunikation einer Region?    

    • Information über ein zentrales Medium wird schwieriger 
    • Fehlende Information bei immer mehr Menschen über wichtige Themen 
    • Im digitalen Bereich nimmt die Konstruktivität der Kommunikation im Vergleich zu den herkömmlichen Medien ab 
  • Wie erreiche ich lokale Identifikation? – Transparenz!
    • Applösung/Plattform: Stadtmarketing stärker einbeziehen, neuester Informationsstand, Bürgerbeteiligungen  
    • Analog: Stadtstammtische, Stadtfeste, Pitchingabende, weitere Gemeinschaftsaktivitäten  
  • Digitaler Kompetenzerwerb älterer Menschen, ohne sich überwinden zu müssen, einen Kurs zu besuchen
    • Oma/Enkel-Konzept: Eltern können eine ältere Person als Betreuungsperson einsetzen und so eigene zeitliche Ressourcen erweitern – ältere Personen können durch junge Menschen digitale Kompetenzen erlangen  
  • Einfacher Informationserhalt für BürgerInnen
    • Zerklüftete Informationsquellen sowohl online, als auch offline zusammenführen – einfache Sprache – leicht zugänglich (Plattform, Schaukästen, etc.) 

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