Innenstadtprozess Stadthagen

Workshop 1 - Gesundheit

04.11.2021, Living Care Lab Stadthagen

Impuls: Thomas Bade

Moderation: Gunnar Spellmeyer

 

  • Grundsatz: Gesundheit ist ein Zusammenspiel aus Körper, Seele und Geist 
  • Bedrückende abendliche Stimmung in der Innenstadt 
  • Stadthagen ist durch hohe Zuwanderung eine „junge Stadt“ (relativ geringer Altersdurchschnitt) 
  • Gesundheits- und Sozialwirtschaft als wesentlicher Bestandteil der Infrastruktur 
  • Wunsch nach Gesundheits- und Sozialwirtschaftsallianz 
  • Naturanlagen als Standort für Gesundheit, v.a. durch Covid-19-Pandemie sichtbar geworden 
  • TROTZDEM: erhebliche Mängel im Gesundheitssystem (Wartelisten bei Medizinern, Mobilität, Personalmangel Altenpflege, etc.) 
  • Das Thema „Gesunde Stadt“ hat nicht nur mit erkrankten Menschen zu tun, sondern auch mit Attraktivität der Stadt als zukünftiger Wohnort 
  • Bedürfnis: Allianzen zwischen verschiedenen Partnern 
  • Hemmnisse: Denkmalschutz, Müll, Vandalismus, Bedingungen des Baurechts, zu viele “Alphatiere” 
  • Voraussetzungen: Zusammenhalt, Gemeinschaft, Wertschätzung/Achtsamkeit, preiswertes Wohnen, Attraktivität und Vielfalt in der Gesundheitsstruktur, über den Tellerrand schauen, Sicherheit und Wohlbefinden

 

  • Bedürfnis „Gemeinschaft“ aufgeschlüsselt: Barrierefreiheit – Zugänge für alle Gruppen – Orte, an denen sich alle treffen können – „Verschiedenes mit Verschiedenen tun“ 
  • Was steht der Gemeinschaft im Wege? – unterschiedliche Kulturen, Sprachbarrieren, fehlende Barrierefreiheit – „Ghettos“ – bedrückende abendliche Stimmung in der Innenstadt 

 

  • Lokalpatriotismus als Faktor des Zusammenhalts (?)
  • Lokalpatriotismus eventuell manchmal zu sehr als Faktor der Abkapselung durch Rituale und feste Gruppen, zu viel Festhalten an der Vergangenheit 
  • Bedürfnis: Anlässe für mehr Gemeinschaft / gemeinsame Veranstaltungen 
  • Ansatz: „Closed Shops“ auf Schnittstellen abgleichen und in diesen Schnittstellenversuchen zu vereinen

 

  • Das Thema „Gesunde Stadt“ hat nicht nur mit erkrankten Menschen zu tun, sondern auch mit Attraktivität der Stadt als zukünftiger Wohnort 
  • Stadthagen ist durch hohe Zuwanderung eine „junge Stadt“ (relativ geringer Altersdurchschnitt), wenig  
  • Passiert(e) in Stadthagen vielleicht ein Change vom Schwerpunkt Industrie in die Wissenschaft? (Wissenschaft auch im Gesundheitsbereich) 
  • Senioren brauchen Kontakte zu jüngeren Generationen, weil sie sich einsam fühlen! 
  • Zugewanderte brauchen kultursensible Gesundheitsversorgung, ein soziales Miteinander und wollen teilhaben. Es gibt aber keine gemeinsamen Räume, keine Willkommenskultur und auch keine kultursensiblen Angebote! – Es herrscht zu wenig Offenheit für Vielfalt! 
  • Junge Menschen drohen zu verarmen, da Ressourcen fehlen und die Jobsituation prekär ist! 
  • Jungen Menschen fehlen gesunde Ernährungsangebote! 
  • Die Identifizierung des Individuums mit der Stadt bleibt aus, es besteht zu viel Abgrenzung! 
  • Es gibt zu wenig Fachkräfte, da die Anreize und dadurch die Motivation fehlt! 
  • Seelisch erkrankte haben einen erschwerten Zugang zu guter Versorgung, da die Infrastruktur fehlt! 
  • Es beteiligen sich immer die Gleichen an Projekten, Veranstaltungen, etc.! 

 

Lösungsansatz Nr. 1 – “Intergeneratives Fest des Leerstands” 

  • Aktionszeitraum: April bis September 2022 
  • Möglichst als gefördertes Projekt 
  • Mobile Werkstätten in den Leerständen der Innenstadt
    • Ältere Generationen vermitteln jungen Menschen handwerkliche Fähigkeiten 

    (Know How wird an Jüngere weitergegeben) 

    • Junge Menschen vermitteln den älteren digitales Anwendungswissen 
  • (T)Raumpartnerschaft: junge Menschen erfüllen die Träume/Räume der Älteren 
  • Synergien: gesundes Essen für SchülerInnen kann innerhalb dieses Projektes gekocht und bereitgestellt werden

 

Lösungsansatz Nr. 2 – “Digitales Dienstleistungsportal” 

  • Es braucht: 
    • IT-Experten für eine App + weiteres Personal 
    • Raum und Fahrzeuge 
    • Finanzierung 
    • Sponsoring (Soziales und Wirtschaft gekoppelt) 
  • Möglichkeiten eines solchen Portals:
    • Vermittlung von Fahrdiensten 
    • IT-Beratungen 
    • Kochkurse 
    • Streaming-Kurse (z.B. YouTube) 
    • Assistenzenvermittlung 
    • Stellenbörse 
    • Hausaufgaben-Hilfe 
    • Tauschbörse 
    • Übersetzung anbieten 
 
Lösungsansatz Nr. 3 – “Stadthagen – ein Wunschkonzert” 
  • Stakeholder der Stadt machen sich auf den Weg, Menschen zur Innenstadt zu befragen und ihre Wünsche herauszufinden. In den unterschiedlichen Konstellationen – der Verkehrsvereinsvorsitzende und eine musikalische Begleitung (bspw. “Trampolinmusik”) begeben sie sich an die unterschiedlichsten Orte, um viele Menschen zu erreichen. Besonders die Menschen, die an Beteiligungsprozesse in Stadthagen sonst nicht teilnehmen. 
  • In einer fest umrissenen Zeit (eine Woche – ein Monat – o.ä.) werden Menschen um ihre Meinung gebeten 
  • Danach werden die Ergebnisse präsentiert und ähnlich wie in anderen Beteiligungsverfahren in einem Planungszirkel auf die Machbarkeit/Finanzierbarkeit der Vorschläge überprüft 
  • Die Befragung soll tatsächlich in solch unterschiedlichen Konstellationen wie Verkehrsverein und “Trampolinmusik” (oä) stattfinden – “Reibung fördert im besten Fall das gegenseitige Verstehen und schafft Kreativität”

Gefällt mir:

%d Bloggern gefällt das: