Sie sind hier: Presse > Presseinfos

Niedersachsens Sozialministerin Aygül Özkan lobt Engagement der Koordinierungsstellen Frauen und Wirtschaft 29.11.2011

Aufholjagd der Frauen in der Arbeitswelt

(Weserbergland) Seit 20 Jahren gibt es die Koordinierungsstellen Frauen und Wirtschaft in Niedersachsen. Gefeiert wurde das Jubiläum in Anwesenheit von Niedersachsens Sozialministerin Aygül Özkan mit rund 200 Gästen im Alten Rathaus in Hannover. Als jüngste und 21. gehört auch die Koordinierungsstelle im Wirtschaftsraum Weserbergland zur Erfolgsgeschichte.








Bild 01: "Gesprächsrunde Zeitzeugen" im Alten Rathaus, Hannover
Quelle: Weserbergland AG

Aufgabe des sich nachhaltig weiterentwickelten Förderprogramms ist es, die Frauenerwerbsfähigkeit und eine familienfreundliche Personalpolitik zu fördern, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern. Zur Erreichung dieses Zieles auch vor Ort dient die Koordinierungsstelle im Wirtschaftsraum Weserbergland als Bindeglied zwischen Arbeitsmarkt, Unternehmen, Bildungsträgern und Frauen in den drei Landkreisen Hameln-Pyrmont, Schaumburg und Holzminden. Das Projekt wird über die Niedersachsen Bank (NBank) aus europäischen Fördermitteln (EFRE), aus Mitteln des Landes Niedersachsen und der drei Landkreise sowie aus Unternehmensbeiträgen finanziert. Insgesamt werden die landesweit 21 Koordinierungsstellen mit jährlich rund 2,2 Millionen Euro aus EU- und Landesmitteln gefördert.

"Wir müssen mehr Frauen als bislang nicht nur den Zugang zum Beruf ermöglichen, sondern auch die Option bieten, im Beruf zu bleiben und nach einer familienbedingten Unterbrechung in den Beruf zurückkehren zu können. Das sind vor dem Hintergrund des demografischen Wandels wichtige Bausteine, um den Rückgang der Beschäftigten, insbesondere von Fachkräften abzufedern", sagte Niedersachsens Sozialministerin Aygül Özkan in ihrer Festrede.

Ein Überblick über die Erfolgsgeschichte der Koordinierungsstellen in Niedersachsen wurde den Gästen von verschiedenen Zeitzeugen in Form einer moderierten Gesprächsrunde präsentiert.
Dabei wurde deutlich, dass die Arbeit auch heute genauso wichtig ist wie zu Beginn, im Jahre 1991. Was sich jedoch geändert hat, ist die Offenheit der Betriebe gegenüber dem Thema Familienfreundlichkeit. Gemeinsam mit mehr als 1.000 Verbundunternehmen landesweit stellen sich die Koordinierungsstellen den Herausforderungen, die Arbeitswelt familienbewusster zu gestalten.



















Bild 02: Niedersachsens Sozialministerin Aygül Özkan
Quelle: Weserbergland AG


Die Koordinierungsstelle im Wirtschaftsraum Weserbergland ist im Januar 2011 mit diesem Auftrag an den Start gegangen. Seitdem konnten bis heute bereits 160 Frauen in Einzelberatungsgesprächen zur beruflichen Entwicklung erreicht und somit ein Pool an weiblichen Fachkräften aufgebaut werden. Daneben wurden Kontakte zu 30 Unternehmen intensiv genutzt, um diese für die zukünf-tige Zusammenarbeit zu sensibilisieren.
Auf die Frage nach der Besonderheit der Koordinierungsstelle im Weserbergland stellte Projektleiterin Kirstin von Blomberg in der Gesprächsrunde die unterschiedlichen Strukturen im Einsatzgebiet der drei Landkreise und die enge Anbindung an die Wirtschaft heraus. Als Stabstelle der Weserbergland Aktiengesellschaft kann sie bereits vorhandene Unternehmenskontakte nutzen und weiter ausbauen.

"Die Gewinnung und Bindung weiblicher Fachkräfte sowie der Erhalt und Ausbau der Qualifikations- und Kompetenzpotenziale auch über eine Familienphase hinweg, ist für die Unternehmen im Weserbergland gerade im Zuge des aktuellen Fachkräftebedarfs besonders interessant", so führte Hans-Ulrich Born, Vorstand der Weserbergland AG weiter aus. In Form eines überbetrieblichen Verbundes "Frau und Wirtschaft" bietet die Koordinierungsstelle deshalb den Unternehmen bei der gemeinsamen Entwicklung und Umsetzung von familien-bewussten Maßnahmen die überbetriebliche Zusammenarbeit und fachliche Unterstützung an.
Der Abend klang bei angenehmer musikalischer und kulinarischer Begleitung mit angeregten Gesprächen unter den Gästen aus.

Projektinformation:

Koordinierungsstelle Frau und Wirtschaft im Wirtschaftsraum Weserbergland

Seit Mitte Januar 2011 gibt es die Koordinierungsstelle Frau und Wirtschaft im Wirtschaftsraum Weserbergland. Diese ist als Stabsstelle der Weserbergland AG eingerichtet und hat ihre Geschäftsstelle ebenfalls im HefeHof 8 in Hameln.

Die Koordinierungsstelle Frau und Wirtschaft versteht sich als Bindeglied zwischen den im Gebiet der drei Landkreise Hameln-Pyrmont, Holzminden und Schaumburg angesiedelten Wirtschaftsbetriebe, Akteuren des Arbeitsmarktes, Weiterbildungsträgern, den Trägern der familienbedingten Infrastruktur und den im Einzugsgebiet lebenden Frauen. Das Leitziel ist, einen Beitrag zur Gleichstellung von Frauen und Männern, Chancengleichheit und Nichtdiskriminierung zu leisten. Davon abgeleitet werden arbeitsmarktorientierte Ziele wie die Erhöhung der Erwerbsbeteiligung von Frauen, insbesondere des Anteils der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten und wirtschaftsorientierte Ziele wie die Ausschöpfung und Bindung des Fachkräftepotentials von Frauen.

Die Aufgaben der Koordinierungsstelle sind die Beratung und Weiterbildung von Frauen insbesondere vor, während und nach einer Familienphase, der Aufbau eines Unternehmensverbundes zur Unterstützung der Wirtschaft bei der Einführung familienfreundlicher Strukturen in der Personalpolitik, die Dokumentation und Verbreitung von Erfahrungen sowie die Öffentlichkeitsarbeit.

Das Projekt wird über die Niedersachsen Bank – NBank aus europäischen Fördermitteln (EF-RE), aus Mitteln des Landes Niedersachsen und der drei Landkreise sowie aus Unternehmensbeiträgen finanziert.




© 2007 - 2013 Weserbergland AG, HefeHof 8, 31785 Hameln, realisiert mit dev4u®-CMS von a.b.media