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Köderretter als anfassbares Praxisbeispiel zur Innovationsförderung in Unternehmen 25.10.2011

In Projekten ist häufig Durchhaltevermögen gefragt

(Weserbergland) Die Weserbergland Aktiengesellschaft und die NBank, Hannover, informierten rund 30 interessierte Unternehmer aus dem Wirtschaftsraum Weserbergland über Möglichkeiten, Innovationen in kleinen und mittleren Unternehmen zu entwickeln und zu fördern. Die Veranstaltung wurde von autorisierten und auf Innovationsprojekte spezialisierten Beratungsunternehmen aus Niedersachsen und dem F.A.Z. – Institut (Programmbotschafter "go-Inno") mitgestaltet.

Das Innovationspotenzial in kleinen und mittleren Unternehmen wird anhand von Praxisbeispielen besonders deutlich. Die Maschinen und Formenbau Leinetal GmbH (MFL), Neustadt hat mit Begleitung des Erfinderzentrums Norddeutschland (EZN), Hannover, ein Projekt von der Idee bis zur Marktreife in die Praxis umgesetzt. Ein Profiangler hat sich aus der persönlichen Betroffenheit heraus mit der Idee beschäftigt, einen Köderretter zu entwickeln. Mit dieser Idee hat er sich an das örtliche Spritzgussunternehmen MFL gewandt und aus seiner Sicht dargestellt, dass der Verlust eines professionellen Köders, der sich z.B. in einer Böschung verfangen habe, mit 50 bis 120 Euro zu Buche schlagen kann. Die Spezialisten des Unternehmens haben das EZN eingebunden, um etwas tatsächlich Neues zu entwickeln und auch um die Entwicklungskosten (Materialeigenschaften, Funktion pp.) in Grenzen zu halten. Heute ist nach 18 Monaten Entwicklungszeit der Köderretter marktreif und wird demnächst als Anglerzubehör zu kaufen sein.












Gastgeber Hans-Ulrich Born mit Referenten der Veranstaltung "Innovationsförderung in Unternehmen" der Weserbergland AG im HefeHof, Hameln
Quelle: Weserbergland AG


Auch Nils Woldenga (Heidrun Stubbe GmbH aus Georgsmarienhütte) beschrieb ein interessantes Unternehmensbeispiel der Abacus Maschinenbau GmbH, deren innovative Idee mithilfe des Förderprogramms "go-Inno" in die Tat umgesetzt wurde. Es handelte sich um die Neuentwicklung einer Drückmaschine zur Blechbearbeitung. Woldenga schilderte anhand dieses Beispiels anschaulich die Teilschritte des Förderprogramms. Es beginnt mit der Patent- und Marktrecherche, woraufhin eine Unternehmensanalyse durchgeführt und schließlich ein Umsetzungskonzept erstellt wird.

Alle Referenten waren sich einig: Als Unternehmer muss man Durchhaltevermögen entwickeln, damit aus ersten Ideen innovative und marktfähige Produkte werden. Den steinigen Weg von der Idee bis zur Marktreife müssen kleine und mittlere Unternehmen allerdings nicht alleine beschreiten. Hans-Ulrich Born, Vorstand der Weserbergland AG, lud in Anlehnung an eine aktuelle Romanverfilmung aus dem Mittelalter zu einem "Basar des Wissens" ein. Der HefeHof Hameln biete da sicherlich die geeignete Kulisse. Er verdeutlichte in seiner Begrüßung: "Gerade in kleinen und mittleren Unternehmen gibt es aus täglichen Fragestellungen heraus ein hohes Innovationspotenzial. Wir wollen aufzeigen, dass Sie mit Beratungsunternehmen den Weg gemeinsam gehen können".

Deswegen boten neben der Darstellung von Best-Practice-Beispielen aus bereits geförderten Innovationsprojekten von Unternehmen spezialisierte und autorisierte Beratungsunternehmen Einblick in die Förderlandschaft. Das Programm beinhaltete Informationen zu Förderprogrammen des Bundes (BMWi) wie "go-Inno" mit den Schwer-punkten Innovation, Rohstoff- und Materialeffizienz sowie den Fördermitteln des "ZIM (Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand). Patrick Merke vom F.A.Z.-Institut referierte dazu kenntnisreich und gab einen informativen Einblick in die Förderlandschaft des Bundes. Außerdem informierten Thomas Brinks und Ulrich Dammeyer (NBank, Hannover) über Fördermöglichkeiten des Landes Niedersachsens und der Europäischen Union.

Bezüglich der Anwendbarkeit der Förderprogramme war der einstimmige Tenor der Referenten, dass "go-Inno" am besten zu kleinen Projekten passt, dagegen wird ZIM bevorzugt bei größeren Projekte eingesetzt.

Von besonderem Interesse in der sich anschließenden Diskussion war u.a. die Frage, wie aufwändig und zeitintensiv die Beantragung und Verwaltung von Fördermitteln für interessierte Unternehmen sei. Hierzu gab es sowohl positive als auch vereinzelt negative Erfahrungen bei den Gästen. Quintessenz aus der angeregten Diskussion war, sich bei den beratenden Stellen der entsprechenden Förderprogramme (z.B. NBank oder Weserbergland AG als regionale Kontaktstellen "go-Inno") bzw. bei den Expertinnen und Experten der Beratungsunternehmen frühzeitig und intensiv beraten zu lassen.

Insgesamt zeigte die Veranstaltung die Vielfalt an Fördermöglichkeiten für innovative Projekte in niedersächsischen Unternehmen. Hier besteht Nachholbedarf in Niedersachsen bei der Ausschöpfung von Bundesmittel im Vergleich zu anderen Bundesländern.
Interessierte Unternehmen wenden sich bitte an das Team der Weserbergland AG unter info@weserberglandag.de. Weitere Informationen sind auf den Internetseiten www.weserberglandag.de und www.inno-beratung.de zu finden.



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